Auszüge aus meiner Fernpartie (Update: Diagramm #6)

Wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind kam ich um den Jahreswechsel zu einer äußerst interessanten Fernpartie gegen Schachfreund Dr. Stefan Gölz vom SC 1926 Wiesloch. Der Kontakt war über eine Arbeitskollegin von mir entstanden, und was zunächst nach einem lockeren Zeitvertreib aussah, wurde eine tiefgreifende schachliche Erfahrung, in die ich Stunde um Stunde, Abend um Abend investierte.

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Taktik aus dem wahren Leben (24)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

Weiß hat einen Bauern weniger, kann sich aber mindestens über die bessere Bauernstruktur und den Besitz der einzigen relevanten offenen Linie freuen. Ansonsten ist bei Schwarz alles gedeckt. Oder
etwa nicht?

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Prisma online-Seminar „Sport meets Finance“

Am morgigen Montag, 7. Juni veranstaltet unser Sponsor Prisma um 19 Uhr wieder ein kostenloses online-Seminar, zu dem ich Sie und Euch alle im Namen unseres Ansprechpartners Christopher Weber ganz herzlich einladen darf!

Durch den Abend führen neben ausgewiesenen Finanzexperten auch die beiden Sportgrößen Roman Weidenfeller (BVB-Torhüter und Weltmeister) und Henning Fritz (Welthandballer, Europa- und Weltmeister).

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Taktik aus dem wahren Leben (23)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

Die Faustregel „Bei symmetrischer Bauernstruktur kommt es aufs Figurenspiel an“ kennen wir ja schon. Die heutige Stellung ist ein weiteres Beispiel dafür: Schwarz zieht 1… Sxf3+ nebst 2… Lf5 und obwohl Weiß anhand der geschwächten Felder im schwarzen Lager (d6!) auf Vorteil pochen könnte, dürfte sich dieser in Grenzen halten. Allerdings ist Weiß am Zug und wer keine Lust auf langes Kneten hat, sollte nach etwas Konkreterem Ausschau halten.

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Taktik aus dem wahren Leben (22)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

Für eine Handvoll Tempi…

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Taktik aus dem wahren Leben (21)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

Mit nur zwei Leichtfigurenpaaren fangen Isolanis langsam an, zur Schwäche zu neigen. Daher ergriff Schwarz die Möglichkeit, seinen Isolani mit 21… d4 aufzulösen. War das eine gute Idee?

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Heilbronner im Blitzfieber / Philipp Huber holt ersten Titel

Das lange Himmelfahrtswochenende stand für den HSchV ganz im Zeichen des online-Blitzens auf Lichess. Über die eigens konfigurierte Seite der Schachfreunde Kelheim wurden gleich zwei Turniere durchgeführt, und das mit bemerkenswert reibungslosem Ablauf, wofür Schachfreunde aus ganz Deutschland und vielleicht schon bald aus aller Welt sehr dankbar sein können, ermöglicht die Kelheimer Seite doch das Spielen von Rundensystem und Mannschaftsturnieren. Genau das richtige also nach der langen Schach-Abstinenz!

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Taktik aus dem wahren Leben (20)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

In der heutigen Stellung hat Weiß offensichtlich eine Mehrfigur und die hat er sich durch gutes Spiel auch verdient. Mit anderen Worten: Weiß steht auf Gewinn und reagierte auf den letzten schwarzen Zug 30… Dc5-d4 mit 31. Lg2.

  • Gut oder schlecht?
  • Falls schlecht: Warum und was hättet Ihr stattdessen gezogen?

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Taktik aus dem wahren Leben (19)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

„Kindergarten gegen Seniorenheim“

… lautete die selbstironische Feststellung des Feuerbacher Mannschaftsführers, als unsere Erste 2009 die erste Verbandsligasaison seit einem knappen Jahrzehnt antrat und beim Oberligaabsteiger gleich einen überraschenden 5,5:2,5-Sieg einfahren konnte.

Laut einer Redewendung sind alle Turmendspiele remis und auch ungleichfarbige Läufer sind (im Endspiel!) für ihr großes Remispotential bekannt. Handelt es sich bei der Diagrammstellung daher um das einzige Remis des Mannschaftskampfes oder geht noch was für Schwarz?

Lösung

Das materielle Gleichgewicht in der Diagrammstellung ist eine trügerische Momentaufnahme – tatsächlich hatte Schwarz seinen starken Gegner klar überspielt und gerade seinen letzten Mehrbauern mit 51… d4 zurückgegeben, um dem c-Bauern freie Bahn zu verschaffen. 52. cxd4 Kd5 hätte Schwarz gute Gewinnchancen geboten; nach dem Partiezug 52. Lb6xd4? ging es ganz schnell:

Taktik aus dem wahren Leben (18)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

Wie so oft steht es auch in der heutigen Stellung materiell ausgeglichen. Dank der besseren Bauernstruktur und der besseren Leichtfigur können wir jedoch davon ausgehen, dass Schwarz besser steht. Wie sollte der Nachziehende die Verwertung angehen?

Am Sonntag werde ich diesen Beitrag mit der Lösung aktualisieren. Lösungsvorschläge als Kommentare sind erlaubt – wer sich also zunächst selbst an der Aufgabe probieren möchte, sollte die Kommentare erst mal ignorieren.