Größter Feind Logistik

Vier Heimspiele an einem Wochenende – klingt erstmal nach einer größeren terminlichen Katastrophe, aber da sich diese vier Spiele gleichmäßig auf Samstag (Verbandsjugendliga und die aus irgendeinem Grund in „Bundesjugendliga Süd“ umbenannte BW-Jugendliga) und Sonntag (Landesliga und Kreisklasse) verteilten, müsste das doch eigentlich zu stemmen sein?! Dass wir dieses Wochenende dennoch alle Bretter besetzen konnten, grenzt jedoch an ein Wunder…

Wenn aufeinanderfolgende Mannschaften am selben Tag spielen, tut jede Absage gleich doppelt weh, da durch das Hochziehen von Ersatzspielern gleichzeitig auch die untere Mannschaft geschwächt wird. Dankenswerterweise ließen sich die Stauferstädter letztlich doch auf eine Spielverlegung ein, sodass unsere 1. Jugendmannschaft ihre Paarung am nächsten Samstag in Schwäbisch Gmünd nachholt. Die gute Nachricht für unsere Zweite war somit, dass wir keine fünf Bretter aufrücken musste, sondern „nur“ noch zwei. Die schlechte Nachricht war, dass wir mit Hohentübingen ausgerechnet den Absteiger aus der BW-Jugendliga empfingen. Selbst in Bestbesetzung wären diese uns deutlich überlegen gewesen; ohne Max und Stefan sprang für uns nur ein kampfloser Punkt heraus.

Am heutigen Sonntag bot sich dann ein ähnliches Bild: Sowohl Jürgen als auch Christian W. fielen aus; gleichzeitig bestand zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass eine Jugendmannschaft ihr Spiel auf den heutigen Tag verschieben könnte, sodass wir auch nicht 100-prozentig mit Severin und Kim-Luca planen konnten. Aber glücklicherweise erwies sich die Personaldecke heute als robust genug: Adam konnte seinen Einstand in der Zweiten geben und Rolf komplettierte unseren Landesliga-Achter, sodass Uwe für die 3. Mannschaft aus dem Vollen schöpfen konnte. Und das war gegen den Bezirksliga-Absteiger aus Meimsheim auch gut so: Da die Gäste gleichzeitig ersatzgeschwächt antraten, konnte unsere Dritte ihnen einen Kampf auf Augenhöhe liefern und sich nach spannendem und wechselhaften Verlauf mit 5:3 durchsetzen. Andreas, Max und Nikolas punkteten voll; Daniel, Michael, Reiner und Uwe sicherten mit ihren Remisen den Mannschaftssieg ab.

Genauso spannend wurde die Landesliga-Paarung unserer Zweiten gegen Öhringen, die zumindest mir aufgrund der erwähnten Ausfälle gewisse Bauchschmerzen bereitete. Allerdings musste auch Öhringen auf zwei Stammkräfte verzichten, sodass wir uns letztlich doch in der Favoritenrolle befanden. Zwar konnte Rolf trotz Läuferpaar und besserer Bauernstruktur die gegnerische Verteidigung nicht überwinden, dafür schoss uns Robert nach einem doppelten Bauerneinsteller seines Gegners in Führung. Vorne gelang es uns auch heute wieder, die starke Öhringer Doppelspitze Teller/Bauer zu neutralisieren: Patrick initiierte mit einem gut getimten Bauernhebel einen Generalabtausch, an dessen Ende ein völlig ausgeglichenes Doppelturmendspiel stand und ich konnte bei beidseitig knapper Zeit mit einem Damenausfall den latenten gegnerischen Druck abschütteln und ein Endspiel mit immerhin symbolischem Vorteil erreichen. Ole hatte seinen Gegner mittlerweile sauber überspielt und die Führung auf 3:1 ausgebaut und Adam hatte ein Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern erreicht. Letzteres war zwar nicht zu gewinnen, stellte jedoch einen jederzeit sicheren halben Punkt dar, also entschied ich mich gegen das Kneten und nahm Remis an. Zwei Sekunden später gab Adam ebenfalls Remis, sodass wir den ersten Mannschaftspunkt eingefahren hatten. Christian B. hätte ebenfalls früh Remis haben können, entschloss sich jedoch fürs Weiterspielen, was heute leider die falsche Entscheidung war: Nach einem falschen Zwischentausch landete in einem verlorenen Endspiel, sodass Öhringen nochmal auf 4:3 verkürzen konnte. Dafür hatte sich Marcel, der aus der Eröffnung heraus klar besser stand, dann jedoch einem Minusbauern hinterherrannte, wieder stabilisiert und machte mit seinem Remis den Mannschaftssieg perfekt.

In der Tabelle teilen wir uns nun mannschafts- und brettpunktgleich den 3. Platz mit Ingersheim und Bad Wimpfen, die gegen stark dezimierte Willsbacher einen Kantersieg landeten. Kornwestheim holte gegen Aufsteiger Ludwigsburg II „nur“ 4,5 Punkte; dies reicht ihnen jedoch zur Tabellenführung, da Neckarsulm gegen Hall II unentschieden spielte. Unser nächster Gegner heißt am 19.11. Willsbach, die bislang auf ihren ersten Punktgewinn warten – hoffentlich gelingt er ihnen nicht gegen uns!


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