Taktik aus dem wahren Leben (93)

Das Thema dieser Serie ist die „Taktik des Alltags“, also taktische Situationen, mit denen wir Normalsterbliche in unseren Partien konfrontiert sind. Wer genügend Partien gespielt hat, weiß, dass brillante Opferangriffe leider die Ausnahme bilden; entscheidend ist viel häufiger, die kleinen Chancen, die sich links und rechts am Wegesrand auftun, zu erkennen und zu nutzen.

Alle Beispiele kommen aus dem „wahren Leben“, entstammen also meinen eigenen oder Heilbronner Partien. Manchmal kam die Kombination oder taktische Möglichkeit aufs Brett, manchmal wurde sie jedoch auch übersehen. Die Spanne reicht vom simplen kurzzügigen Bauerngewinn bis zu komplexeren Kombinationen, bei denen klassische Motive eventuell in versteckter oder „verfälschter“ Form auftreten können. Hin und wieder ist auch mal eine „Perle“ dabei, entweder in Form einer Kombination „für die Galerie“ oder als gehaltvolle Stellung mit vielen interessanten Motiven und Möglichkeiten, die naturgemäß zum großen Teil unter der Oberfläche bleiben und erst in der Analyse auftauchen.

Heute sind die Eröffnungsexperten wieder im Vorteil: Schwarz hat sich etwas zu lange an den angenommenen (Damen-)Gambitbauern geklammert und Weiß nutzte das aus. Wie?


Lösung


Kommentare

Taktik aus dem wahren Leben (93) — 1 Kommentar

  1. Welcher Schwarzspieler kombiniert den g6 mit dem Versuch den c4 zu halten? Da braucht man jedes Tempo am Damenflügel und im Zentrum! Die Diagrammstellung schreit nach dem temporärem Opfer auf f7. Nach 10. … Kxf7 11. Df3+ Kg8 12.e5 muß Schwarz eine Figur zurückgeben um den Turm zu retten. Bei wieder hergestelltem materiellem Gleichstand hat Weiß Raum- und Zentrumsvorteil während Schwarz von Schwächen am Damenflügel und einem Wanderkönig geplagt wird.

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