Vereinsmeisterschaft startet erwartungsgemäß

Zwei Runden wurden bei der diesjährigen Vereinsmeisterschaft, welche den Nachfolger von Robin Stürmer bestimmen soll, fast komplett gespielt. Bis jetzt kann noch von keinen Überraschungen die Rede sein. Mit 10 Teilnehmern wurde die zweistellige Teilnehmeranzahl gewahrt.

Auch schachlich gesehen verlief alles nach Erwartungen. Die beiden Topfavoriten Robin Stürmer und Enis Zuferi konnten sich bereits mit 2/2 absetzen und treffen in der 3. Runde wahrscheinlich aufeinander – was 2014 sowohl bei der Vereinsmeisterschaft als auch bei der Stadtmeisterschaft der Fall war. Beide konnten durch Siege bereits die Dritt- und Viertgesetzten Frank Hofmann bzw. Ole Wartlick distanzieren. Erwartungsgemäß erfolgte auch die kampflose Aufgabe von Ole Wartlick gegen Robin Stürmer, da Ole von der Grippewelle erwischt wurde.
Trotz keiner überwältigenden Anzahl an Spielern wurden lehrreiche und spannende Partien gespielt. Neuling Simon Schreier konnte sich bereits gegen zwei etablierte Spieler beweisen und zeigte trotz zweier Niederlagen, dass Potenzial in ihm steckt. Michael Eberhard belohnte sich für das Risiko des Blackmar-Diemer-Gambits mit einer traumhaften Angriffsstellung, konnte jedoch nicht den Deckel auf die Partie setzen und wickelte ins Remis ab. Im Topduell der zweiten Runde, Zuferi – Hofmann, brach Frank Hofmann sehr früh Komplikationen vom Zaun, welche durch Zuferi widerlegt wurden:

Enis Zuferi vs. Frank Hofmann, Weiß am Zug, - wie gewinnt er?

Enis Zuferi vs. Frank Hofmann, Weiß am Zug, – wie gewinnt er?


Lösungsvorschläge können gerne in die Kommentare geschrieben werden.

Alles zur Vereinsmeisterschaft findet man hier.

Kommentare

Vereinsmeisterschaft startet erwartungsgemäß — 6 Kommentare

  1. 1. Th7: sollte schon ziemlich stark sein, weil Kh7:? wegen 2. Dh5+ nebst 3. Lg6: nebst matt nicht geht. Aber ansonsten wird g6 schwer deckbar sein und zum Beispiel nach 1. – Kf7?? 2. Lg6:+ ist es schon aus.
    1. – De8 2. Dg4 sieht auch nicht gut aus.

    Berechnen muss man wohl vor allem 1. – de3:, aber nach 2. Lg6: mit der Drohung Th8+ sollte auch hier das schwarze Pulver bald ausgehen; z.B. ed2:+ 3. Kf1 und schwarz muss wohl zu Tf2:+ greifen, was aber auch zu nichts führen sollte.

    Und noch etwas an den Berichtestatter: Enis, wenn DU einen Bericht schreibst, dann schreib von dir bitte nicht in der dritten Person singular und bezeichne dich erst recht nicht mit deinem Nachnamen… Das liest sich furchtbar.

    Jochen

    • Hallo Jochen:
      In deiner Variante geht 3. … Lg5 und ich sehe nicht, wie Weiß weiterkommt.

      Desweiteren verweiße ich darauf, dass ich immer noch vetrsuche, einen Verlegungstermin für meine Partie gegen Ole zu finden; Ich mach zum Schachspielen mit und nicht zum kampflos gewinnen.

      Stilistisch muß ich Jochen recht geben.

  2. Hallo Robin,

    ich musste erst einmal schauen, welche Variante du meinst.
    Natürlich nach 1. Th7: de3: 2. Lg6:?, ed2: 3. Kf1 Lg5! mit nun hoffentlich besserer Zeichensetzung.
    Hmmmm, de3: scheint kritischer zu sein, als ich dachte. fe3:?? geht natürlich nicht und in den meisten anderen Varianten, die mir durch den Kopf gehen fehlt weiß immer ein Tempo. Da muss mir noch etwas schönes (vielleicht ganz anderes) entgehen, wer löst auf?
    Das ärgerliche ist, diese Taktik mit Th7: hätte ich vielleicht auch in einer Partie „gefunden“…

    Die neue Taktikaufgabe scheint einfacher zu sein.

    Herzliche Grüße nach Heilbronn
    Jochen

  3. Hallo Jochen,

    1. Th7: de3: 2. Dg4!!
    Dieser stille, aber auch drohende Zug (Dg4:g6:g7 matt) ist multifunktional:
    – Die Dame überdeckt h4
    – Die Dame ist raus von d1, sodass dem König e2 zur Verfügung steht
    zB. 2…ed2: 3. Ke2 und der Turm a1 darf bei Bedarf mitspielen
    – Die Dame schielt auf g5, sodass 2…Lg5 an 3. Se4! scheitert: 3…Tf5 4. Dh3 Lh6 5. Th6:! gh6: 6. Dh6: und die Drohung Sf6+ entscheidet: 6…Df8 7. Dg6:+ Dg7 8. Sf6+ Tf6: 9. ef6: +- Schwarz kann noch vorher auf f2 zwischenschlagen, Weiß spielt aber Kf1 und nimmt den Bauern, nachdem die Damen getauscht wurden in dieser Variante
    – Die Dame kann auch nach h3 gehen, damit der Turm böse nach h8 einsteigen kann (siehe Variante grad)

    Auch das Damenopfer nach
    1. Th7: de3: 2. Dg4 ed2:+ 3. Ke2 Dd3:+ 4. cd3: (damit mögliches La6 nie mit Tempo kommt) Kh7: 5. Th1+ Kg8 6. Dg6: und die Drohung 7. Th7 nebst 8. Dh5 entscheidet:
    6. Dg6: Lc5 7. Th7! Tf2:+ 8. Kd1 Tf7 (8…Tf1+ 9. Kd2: ändert nichts) 9. Dh5 Kf8 10. Th8+ Ke7 11. Dh4+ Kd7 12. Td8+ (auch Dd8+ nebst De8+ geht) Kc6 13. b4 Le7 14. Dc4+ Kb6 15. Te8 und die schwarzen Figuren sind völlig verknotet, es droht 16. Te7: nebst 17. Dc5+ und 18. Da5 matt
    funktioniert nicht, Schwarz ist in allen Varianten verloren…
    Die Idee mit Th7 und Dh5 habe ich übrigens noch selbst gesehen, auch, dass ich mindestens immer irgendwo Dauerschach habe, alles ab dem 10. Zug ist Enginevariante^^

    Grüße
    Enis

  4. Hallo Enis,

    danke für die Erleuchtung, auch wenn es dann am Ende doch in Varianten endet, für die ich ein Brett brauche und was ich ins Detail nicht am Brett berechnen könnte.
    Vor allem das Gegenopfer Dd3: ist in der Partie sicher gar nicht so einfach zu berechnen; es ehrt dich, dass du zugibst, dass du das in der Partie auch gar nicht so ganz gemacht hast. So etwas spielt man dann ja auch intuitiv (und geht dann gegebenenfalls eben glorreich unter).

    Herzliche Grüße
    Jochen

  5. Hallo Jochen,

    Intuition war hier sehr wichtig, denn 3 Stunden nachdenken durfte ich nicht. Intuitiv ist es sehr gewichtig, dass der schwarze Damenflügel noch schläft.
    Falls man dann untergeht, passiert das eben – ein guter Spieler hat mir gesagt, dass man so ein Opfer durchziehen soll, wenn man schon Zeit darin investiert^^

    Grüße
    Enis