2 Siege am heutigen Sonntag

Die 1. und die 3. Mannschaft spielten heute, beide auswärts. Die 3. Mannschaft musste um Nachbarn nach Neckarsulm. Mit 7,5:0,5 Punkten gelang unserer Dritten ein Kantersieg.

Mannschaftsführerin Sabine Schäffer-Henoch mit Marcel Mikeler, der mit bisher 6 aus 6 maßgeblich zum Erfolg der Mannschaft beitrug.

In der Tabelle zur C-Klasse steht Heilbronn 3 momentan auf den zweiten Platz, hat allerdings ein Spiel weniger als der Tabellenführer. Die Mannschaft liegt damit weiter auf dem Aufstiegskurs.

1. Mannschaft

Mannschaftskampf Foto

Brett 1 (rechts): Philipp Wenninger und Brett 2: Robin G. Stürmer

Die 1. Mannschaft reiste nach Bietigheim. Beide Mannschaften spielten mit Ersatz und angesichts unserer Lage, war ein Sieg bitter nötig.

Nach einer Viertelstunde sah es schon recht gut aus. Ich hatte an Brett 4 momentan eine gute Stellung im Französischen und Michael Eberhard hatte an Brett 8 schon einen soliden Mehrbauern mehr. Ab Brett 1 sah es remislich aus, und Robin ließ sich auf Verwicklungen ein, bei denen beide Seiten eine Turm auf ihrem Ausgangsfeld schlugen, die Figuren aber nicht mehr herauskamen. Jürgen hatte eine grundsolide Königsindische Stellung auf dem Brett. Julian hatte eine geschlossene Stellung auf dem Brett, wo sein Gegner zwar sicher stand, aber momentan mit dem eingesperrten Läufer quasi ohne eine Figur spielte. Ramin spielte wie üblich einen Sizilianer und kam gut heraus. Michael Wickenheisser hatte Zentrumsspiel, allerdings war sein König noch unrochiert. Michael Eberhard, hatte ein gutes und bequemes Spiel.

Nachdem gut eine Stunde vorbei war, zeichnete sich folgendes Bild ab. Philipp schien aus der Eröffnungen mit einem Isoani herauskommen, der schwach sein müsste. Robin stand positionell etwas schlechter. Sein Gegner drohte seinen Läufer freizukriegen, der Beispielsweise von f4 aus, den Springer von a8 zu befreien drohte. Jürgen stand zwar etwas freier, in dem Sinne, dass er der Einzige war, der momentan aktiv werden konnte, aber sein Gegner hatte alles unter Kontrolle. Ich stand mittlerweile sehr gut, momentan hatte ich eine Qualität mehr, dachte aber nicht daran, diese zu sichern, sondern die letzten aktiven Figuren meines Gegners zu tauschen. Der verzichtete auf den Rückgewinn der Qualität, aber nach einer schlechteren Fortsetzung konnte ich mit einer kleinen Kombination meinen Gegner in eine Verluststellung bringen, worauf er aufgab. Bei Julian hatte sich nicht viel ergeben, dafür stand Ramin sehr stark. Ein Mehrbauer, der gleichzeitig ein gewährlicher Freibauer war, lähmte das gegnerische Spiel und dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis es 2:0 stand.

Bei Wicki gab es Verwicklungen im Zentrum, die ich nicht genau abschätzte. Und Michael hatte an Brett 8 ein Turm+Springer Endspiel mit gesundem Mehrbauern auf dem Brett. Eine weitere Stunde später sah es an den vorderen Brettern nicht mehr gut aus. Philipp hatte einen Bauern weniger und Robin stand auch schlechter. Mehr als ein Remis war an diesen Brettern wohl nicht drin. Jürgen stand immer noch ausgeglichen. Vermutlich war b4 verfrüht gewesen, aber Schwarz war auf der passiven Seite. Julian musste sich um einen drohenden Bauernsturm am Königsflügel Gedanken machen, stand aber gut. Wicki hatte am Damenflügel Bauern eingebüßt, allerdings hatte er mit c5 einen Trumpf in der Hinterhand. Michaels Partie sah auch gut aus. Eine dreiviertel Stunde später gab es ein Remis am ersten Brett. Michael hatte an Brett 8 einen weiteren Bauern erobert und musste das Spiel nach Hause bringen. Allerdings hatte neben ihm Wicki unnötigerweise seinen c5-Bauern vorgeschoben, was ungut war. Robin war in einem Endspiel gelangt, das ungünstig war. Seine Königsbauern drohten zu fallen. Jürgen hatte einiges vereinfacht, aber ein richtiges Durchkommen war noch nicht zu sehen. Julian und sein Gegner würden so langsam in Zeitnot kommen. Dann gab es Vorentscheidungen. Robin verlor und Jürgen verspekulierte sich mit einem Springeropfer. Da sah nicht mehr gut aus. Wicki hatte es irgendwie geschafft, alles abzutauschen und das Remis seines Gegners nahm er an. Michael machte sich das Leben im Endspiel selber schwer, aber ein Fehler seines Gegners machte im den Sieg einfach. Nun stand es 4:2 für uns. Jürgen kämpfte zwar, es war aber abzusehen, dass es verloren war. Dann gab es ein Zeitnotkrimi am Brett von Julian. Hier stand Julian schon besser und dann auf Gewinn. Zwar verpasster er mit Dxf5+ den schnellen Gewinnzug, aber auch Dxd5 war gut und dann fiel auch schon bei seinem Gegner das Blättchen. Jürgen gab auch auf und nun hatten wir mit 5:3 den knappen, wenn auch verdienten Sieg.

 

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