Auftakt nach Maß

Die Sommerpause ist vorbei, also dürfen wir Schachspieler wieder ran an die Bretter. Die aktuelle Saison wurde heute von unserer 2. und 5. Mannschaft eingeläutet und fing schon einmal gut an:

In der 4er-Liga brachten uns Calvin, Tadeo und Richard gegen unsere Sontheimer Gäste sehr schnell mit 3:0 entscheidend in Führung. Lediglich Michelle hatte länger zu kämpfen und wurde nach einem Übersehen in Gewinnstellung leider um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Dennoch ist der 3:1-Auftaktsieg ein gelungener Start und da werden sicher noch ein paar Punkte folgen!

Über das Heimspiel unserer Zweiten gegen Öhringen weiß Robin Stürmer zu berichten:

Da ich mich für die Erste nicht mehr stark genug fühle, schreib ich jetzt Berichte über Wiedersehen mit alten Bekannten in der Landesliga. Den Anfang machte heute Öhringen. Nachdem die parallel laufende Kinderliga beendet und deren Betetreuer gegangen war, kehrte Ruhe ein.

Als erster gewann Ramin am vierten Brett in einer schnellen, schönen und lehrreichen Partie, die er vielleicht sogar kommentiert.

Fast genauso schnell verlor Daniel Schäfer an Brett 7, weil er anstatt seinen Damenspringer zu entwickeln aus dem sicheren Zentrum in den ungeschützten Königsflügel rochierte.

Am letzten Brett bekam Severin in völlig flacher Stellung eine Figur geschenkt. Solche Punkte nehmen wir auch.

Am Spitzenbrett bekam ich diesmal das Öhringer Urgestein Dietmar Teller (Das letze Mal kreutzten wir im März 2011 die Klingen). Ich fraß im Slawen den c4 raus und er wollte sich nicht auf die Verwicklungen der Klaus-Junge-Variante (auch bekannt als Anti-Meraner-Gambit, Halbslawisch-Botwinik-Variante oder schlicht D44) einlassen, sondern gedachte den Bauern einfach so zurückzuholen. Ich klammerte ihn aber fest. Auf der verzweifelten Suche nach Kompensation verbrauchte er immer mehr Bedenkzeit und verlor im 20. Zug in trostloser Stellung durch Zeitüberschreitung.

Am zweiten Brett misshandelte Patrick die Eröfnung gegen Armin Bauer übelst. Glücklicherweise verbriet dieser in der eigentlich sehr angenehmen Stellung sehr viel Zeit, so dass er, als er die Früchte seiner Arbeit hätte ernten können, eine Figur einstellte und anschließend auch noch auf Zeit verlor.

Beim etwas glücklichen Zwischenstand von 4:1 für uns nahm unser Neuzugang Adrian ein Remisangebot zum Mannschaftssieg an, statt eine ungefähr ausgeglichene Stellung in beiderseitiger Zeitnot auszuwürfeln.

Unser Ersatzmannschaftsführer Christian bekam an Brett 5 eine interessante Caro-Kann-Partie mit heterogenen Rochaden. Nach dem Damentausch hatte er im Endspiel zwar einen Mehrbauern, doch die weißen Figuren und Bauern standen angenehmer; glücklicherweise behielt unser Mann in beiderseitiger Zeitnot den besseren Überblick und wandelte um, während sein eigener König gerade noch so dem Mattnetz entkam.

Am dritten Brett überspielte Jürgen seinen Gegner zuerst mit Schwarz, verlor dann aber den Faden und ging an der Fesselung in der langen Diagonalen zugrunde. Diese unglückliche Niederlage war wenigstens für den Mannschaftskampf nicht mehr relevant.

Damit ist uns immerhin ein guter Start geglückt, doch kommen mit Lauffen, Ingersheim und Erdmannhausen auch noch ganz andere Kaliber auf uns zu.

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