2 Siege bei den heutigen Manschaftskämpfen (Update)

Die Erfolgsserie bei der 3. Mannschaft nimmt nicht ab. In 8. Runde gelang gegen Willsbach 5 ein überzeugender 8:0 Sieg. Damit liegt die 3. Mannschaft weiterhin auf Aufstiegskurs und kann mit einem Sieg in der letzten Runde alles klar machen. Die anderen beiden Favoriten spielen heute untereinander. Noch ist das Ergebnis offen, aber Platz 2 sollte sicher sein.

Teamchefin Sabine Schäffer-Henoch mit drei starken Spielern ihrer "aufstiegsgefährdeten" Mannschaft: Andreas Usov, Christian Thren und Marcel Mikeler mit jeweils 100% Erfolgsquote!

Teamchefin Sabine Schäffer-Henoch mit drei starken Spielern ihrer "aufstiegsgefährdeten" Mannschaft: Andreas Usov, Christian Thren und Marcel Mikeler mit jeweils 100% Erfolgsquote!

Die 1. Mannschaft spielte heute in Öhringen und gewann am Ende mit 5:3.

[Update]:

  • 1. Brett: Philipp hatte die weißen Steine gegen Armin Bauer. Es kam das Damengambit auf das Brett, wo zumindest in der Eröffnung Philipp leichte Vorteile besaß. Sein Gegner verteidigte sich aufmerksam und konnte das Spiel ausgeglichen halten. Am Ende gab es eine Punkteteilung.
  • 2. Brett: Slawisch. Aus der Eröffnung heraus wurden schnell Leichtfiguren getauscht, so dass von diesen nur noch ein Springer im Spiel blieb. Beide Spieler suchten ihre Vorposten für die Gäule und versuchten ihr Spiel aufzuziehen. Hier erwies sich Robin als der aggressivere Spieler und startete (aus dem Nichts) einen Königsangriff. Tellers Schwerfiguren fehlten die offenen Linien, um selber ins Hinterland zu gelangen, um ihrerseits Gegendruck zu machen und so waren diese bald darauf mit der Verteidigung beschäftigt. Allerdings behinderten ihre eigenen Bauern sie dabei, während Robin seinen g-Bauern unterstützend ins Rennen schicken konnte. Dem Angriffsdruck konnte Teller am Ende nichts mehr entgegen setzen. Die beiden Partien waren die ersten, die entschieden waren.
  • Brett 3: Jürgens Partie ging am längsten. Beide Seiten konzentrierten sich auf den Königsflügel. Im Mittelspiel war vieles ausgeglichen, es gab nur Spiel auf der e- und g-Linie. Käme es zum Endspiel, würde Jürgen leichte Vorteile haben. Aber bis dahin war es ein weiter Weg. Auf diesem Weg berechnete Jürgen eine Abwicklung falsch und es kam zu einem Endspiel, wo Schwarz die besseren Karten hatte. In den verbleibenden 3 Minuten wollte dieser aber nicht herausfinden, ob es einen Weg zum Gewinn gab und bot Remis an.
  • Brett 4: Simon hatte die französische Verteidigung auf dem Brett und konnte sich nicht befreien. Mehr noch, in gedrückter Stellung verlor er den a-Bauern. Innerlich hakte ich die Stellung als verloren ab. Wie es dann kam, dass Weiß noch verlor, sah ich nicht. Aber den Punkt nahm ich für die Mannschaft dankend entgegen.
  • Brett 5: Ben Oni – Sorgen mussten sich an diesem Brett beide Spieler machen, denn der Vorteil wechselte immer zwischen den Spielern hin und her. Auch wenn dieser immer nur minimal war, konnte sich durch einen schwachen Zug leicht ausbauen. Beim Übergang ins Endspiel konnte ich nach dem Damentausch einen Vorteil erringen und drohte nun mit e5. Doch hier machte ich zwei Berechnungsfehler, die mich einen Bauern kosteten. Allerdings hatte ich mit einem Freibauern auf der 6. Reihe Kompensation und es wurde Remis.
  • Brett 6: Julians Partie war lange Zeit ausgeglichen. Zwar hatte er die schlechtere Bauernstruktur (Isolani auf der d-Linie), aber die aktiveren Figuren. Ein Remisangebot seines Gegners gab es, welches er normalerweise auch angenommen hätte, spielte aber dann doch zugunsten der Mannschaft weiter. Die Passivität seines Gegners erleichterte ihm das Spiel und nachdem er seinen Bauern am Königsflügel mit nach vorne werfen konnte, gelang ihm mit einer hübschen Abschlusskombination ein wunderschöner Sieg.
  • Brett 7: Ein Doppelbauer auf der halboffenen c-Linie. Postionell sah das nicht sehr gesund aus, was Ramin nach der Eröffnung vor sich hatte. Zwar war er momentan besser entwickelt, aber er konnte keinen Vorteil daraus ziehen. Ebensowenig, wie sein Gegner Vorteil aus der Schwäche ziehen konnte. Die Partie endete unentschieden.
  • Brett 8: Benjamin hatte in der Abtauchvariante im Franz bequemes Spiel. Nachdem die Türme vom Brett waren, hatte sein Gegner einen schwachen Isolani auf der d-Linie, gegen den sich Bennes Spiel richten konnte. Hier lief es dann umgekehrt zum 4. Brett. Durch ein Übersehen verlor Benne eine Figur und dann auch die Partie. Ausgleichende Gerechtigkeit sozusagen.

Kommentare

2 Siege bei den heutigen Manschaftskämpfen (Update) — 3 Kommentare

  1. Bei mir war das kein Slawisch, sondern Damenbauernspiel (der weiße c-Bauer kam nur bis c3 und das auch eher spät.). Eigentlich war ich gar nicht so aggressiv, er hat mich regelrecht dazu eingeladen um nicht zu sagen gezwungen am Königsflügel aufzumarschieren. Davor gab es aber eine Vielzahl strategisch interessanter Möglichkeiten für ihn.
    Jürgen stand schon strategisch schlechter, als er die ersten beiden Remies-Angebote ablehnte. Ich weiß nicht, wo du möglichen Endspielvorteil in Spe ausgemacht haben willst, aber deine Stellungsbeurteilungen sind ja generell von übertriebenem Optimismus geprägt.
    Julian stand eigentlich die ganze Partie über besser und meinte auch hinterher, dass er sich recht wohl gefühlt habe. Sorgen machte mir nur sein unnötig hoher Zeitverbrauch.
    Ramin hatte nicht nur die demolierte Bauernstruktur am Damenflügel, sondern auch noch kompensationslos einen weniger. Und das direkt aus der Eröffnung. Mit Weiß!
    Es war ein unwahrscheinliches Glück, dass der Gegner in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern (und Doppeltürmen ) abtauschte und danach auch noch Remies anbot.
    Was Benjamin auf dem Brett hatte war Damengambit (Abtauschvariante). Aber bei dir ist ja alles, was du nicht erkennst, französisch (Und das schon seit vielen Jahren).

    • Mais qui – vive la Ouverture francaise. Du weißt ja Robin: Ich kann weder Theorie noch Eröffnungen. Daher muss ich alles auf das reduzieren, was ich kenne. Und wenn ich eine bestimmte Struktur auf dem Brett wiedererkenne, dann bin ich ja schon froh – auch wenn sie durch eine andere Zugwahl erreicht wurde. So viel Zeit, mir auch noch die Notationen auf dem Partiezettel anzuschauen, sollte ich mir definitiv nicht geben.

  2. Der Besserwisser wie man ihn kennt: ein Kritiker vor dem Herrn 🙂
    Christian, mit der Beschreibung von meinem Brett bin ich sehr d’accord, mit einer Ausnahme: ich hätte das Remis auch normalerweise nicht angenommen (z.B. in einem Open), sondern nur für den Fall, dass es uns eindeutig zum sicheren Mannschaftssieg verhilft.
    Robin, du weisst doch.. das mit der Zeit ist immer alles relativ 😉