VM 2011: 5. Runde

Die 5. Runde wurde gestern größtenteils gespielt. Die Spitzenpaarung Wolbert – Stürmer endete nach langem Kampf mit einem Unentschieden. Bei den anderen Paarungen setzte sich der jeweils DWZ-stärkere Spieler durch. Hier sind die Ergebnisse der 5. Runde.

In der Tabelle führt Robin (4,5 Punkte) weiterhin mit 1 Punkt Vorsprung vor einem Verfolgerfeld mit Bernhardt, Wenninger und Wolbert mit je 3,5 Punkten. Zumindest was die Plätze 2 und 3 betrifft, bleibt es weiterhin spannend.

 

Kommentare

VM 2011: 5. Runde — 3 Kommentare

    • Ja, als wir uns endlich ins Remis hineinbegaben, hatten wir beide keine 5 Minuten auf der Uhr.
      Robin war nicht gewillt, Slawisch mit Remisankündigung zu spielen und ich war nicht gewillt durch 2.c4 ins Tschigorn-System zu wechseln, da sich Robin dort besser auskennt. So wurde es ein Damenbauernspiel. War ausgeglichen, dann übersah ich den Bauernvorstoß, der mich einen Bauern kostete. Hatte im Turm+Springerendspiel genügend Stabilität. Hier hatte durchaus Robin mit Gewalt seine Bauernmajorität durchdrücken können, aber im Gegenzug hätte ich sehr aktives Gegenspiel erhalten und der Ausgang hätte auch für mich positiv sein können. Kurz vor Zeitblättchenfall opferte Robin seinen Turm gegen meinen Springer und hatte gefährliche Freibauern mit Springerunterstützung. Erstaunlicherweise konnte ich alles halten und die Bauern abgrasen. Allerdings konnte ich in den wenigen Minuten die ich hatte keine riskanten Varianten mehr spielen und gestattete es Robin, meine Bauern abzugrasen. Turm gegen Springer + Randbauer war dann Remis.

  1. Das Fianchetto ist viel unangehmer, als der Übergang ins Tschigorin-System, auch wenn ich mich da zwar nicht wirklich auskenne, aber doch weiß, dass Sc3 die nachhaltigste Bekämpfungsmethode darstellt.
    Nach der Eröffnung hatte ich mir auch einen Denkfehler geleistet: Nach 13. … h6 hab ich auf Christians Zeit sehr viel an 14. Td1, Sd5; 15. Lc1 rumgerechnet und bin zu dem Schluß gekommen, dass 15. … b5 dann am besten ist. Als Td1 dann tatsächlich kam, hatte ich das Zugpaar Sd5, Lc1 in Gedanken schon abgehakt und spilete sofort 14. … b5, was nicht so gut war.
    Nachdem Ich Chritian mit 24. … e5 den Bauern abgeluchst hatte, sollte eigentlich mehr drin sein, als die abwicklung ins (trotz Mehrbauer) nur minimalvorteilhafte Endspiel, aber meine Figuren standen ale dämlich verknotet und ich fand keinen überzeugenden Plan.
    51. … Sc3 war technisch unsauber, aber immerhin hat es mir später die Möglichkeit zum starkem Qualitätsopfer geschaffen und wenn der Gegner viele verschiedene Verteidigungsoptionen hat, muß man halt manchmal selber verschiedene Angriffspläne austesten, bis er sich mal falsch verteidigt.
    Mit 61. … Kd6? hab ich den Sieg aus der Hand gegeben. Der Zug ist so was von grottenschlecht, antiintuitiv und prinzipienverstoßend, dass ich mich schon dafür schäme. So wird das nix mit dem Aufstieg nächstes Jahr. Stattdessen hätte das natürliche 61. …. a5, welches ich im 58. Zug anpeilte sehr gute Gewinnaussichten gebracht. Am Schluß hatte ich noch 6 Minuten (besserwiss).
    Tschüß, ich laß die Terrassentür offen.