Vereinsmeisterschaft 2017 und KO-Pokal-Halbfinale

Nach dem erfolgreichen letzten Wochenende wollten wir am gestrigen Samstag endlich die Bezirksphase des KO-Pokals überstehen. Am Donnerstag davor sollte auch ein neuer Vereinsmeister ermittelt werden.

Seit 2016 wird die Vereinsmeisterschaft als Schnellschach-Turnier ausgetragen, über zwei Donnerstage verteilt. Unter Heilbronner „Flagge“ spielten die üblichen Verdächtigen wie Robin Stürmer und meine Wenigkeit, bei insgesamt zwölf Teilnehmern gesellten sich unter anderem auch ein gewisser Frank Ott, der laut Aussage von Julian früher 2. Bundesliga beim SV Wolfbusch gespielt hat. Es war also auch Konkurrenz aus anderen Vereinen vorhanden, bzw. im Fall von Herrn Ott vereinslose Konkurrenz.
Der erste Spieltag stand ganz im Zeichen von Robin. In den ersten beiden Runden passierte wenig Aufregendes und durch das für sieben Runden kleine Teilnehmerfeld kam es in der dritten Runde gleich zu spannenden Paarungen. Robin konnte sich gleich gegen Frank Ott durchsetzen, während ich Rolf Wunderlich niederrang. Rolf hatte durch eine weitere Niederlage gegen den vereinslosen Erstgesetzten auch gleich noch schweres Spiel. Parallel dazu überlebte Robin gegen mich irgendwie seine -7-Stellung und in Zeitnot stellte ich all meine Figuren ein. Sachen gibt’s!

Dafür hatte Robin am zweiten Spieltag, dem 16. Februar, mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Auch in seinem Spiel merkte man, dass er angeschlagen war. In Runde 5 kam er gegen Simon Degenhard nicht über ein Remis hinaus, während ich – das Schicksal revanchierte sich wohl für meine Niederlage gegen Robin – gegen Frank Ott auf Zeit gewann. Simon hatte es aufgrund seiner Erstrunden-Niederlage schwer und musste sich nun gegen mich zur Wehr setzen, während Robin, nur noch einen halben Punkt vorneliegend, gegen Rolf spielte. Die Schachgöttin liebt Dramen wohl und so verlor Robin ein Endspiel, was eigentlich nicht zu verlieren war, zeitgleich stellte Simon seine Partie gegen mich einzügig ein (auch wenn die Stellung schon schlecht war).
Somit tauschten die Führenden die Plätze. Robin hatte mit Nikola Vintonjak in der Schlussrunde keine großen Probleme. Seine Hoffnungen wurden aber nicht erfüllt, denn Andreas Meschke musste sich letztendlich gegen mich geschlagen geben.

Folglich musste ich mich als Turnierleiter wieder selbst zum Vereinsmeister krönen und kann den von Friedrich Löchner gestifteten Pferdekopf noch ein weiteres Jahr behalten. Paarungen und die Endtabelle werden heute auf der Turnierseite erscheinen.

Bleibt dann noch der KO-Pokal. Die Flüche, die uns in Ketten legten, schienen gebrochen zu sein. Auf ein 4-0 gegen Ingersheim folgte ein weiteres 4-0 gegen Neckarsulm. Im Halbfinale wartete dann die Brisanz: Ludwigsburg 1 wurde gegen uns gelost, während Kornwestheim es mit Ludwigsburg 2 zu tun bekam. Die Bezeichnungen „1“ und „2“ sind dabei nur Schall und Rauch, denn im KO-Pokal darf man aufstellen, wie man will. So kam es dann auch, wie ich vermutet hatte: gegen uns stellte Ludwigsburg die zweite Garde auf, während Kornwestheim es mit den besten Spielern zu tun bekam. Unsere Aufgabe erwies sich dann als nicht so schwer, nur Thomas an Brett 2 schaffte keinen Sieg. Unsere Serie an 4-0 war zwar damit vorbei, aber auch ein 3,5-0,5 kann sich sehen lassen.
Im Parallelspiel gab es dann die große Überraschung: an Brett 1 lehnte FM Gerhard Junesch mehrmals ein Remisangebot vom 200 Punkte schwächeren Joshua Lüdke ab. Die Bestrafung dafür war dann, dass er die Stellung noch verlor! Tatsächlich war das der Anfang vom Ende für Ludwigsburg: Brett 2 gewannen sie noch, jedoch verloren sie Brett 3 im Endspiel und nach Berliner Wertung war die Sache schon gelaufen. An Brett 4 versuchte das Kornwestheimer Jungtalent Danny Yi noch, ein Remis-Endspiel zu gewinnen, wurde aber nicht für seine Mühen belohnt. 2,5-1,5 für Kornwestheim.

Am 11. März heißt das Finale also: Kornwestheim gegen Heilbronn. Den Pokal zu holen wäre schön, das Wichtigste ist aber, dass wir die Qualifikation auf die württembergische Ebene geschafft haben. Nach all den Jahren des Versagens!


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