Nachtrag: Ein Sieg, eine Niederlage und eine Tracht Prügel

Im ereignisreichen Februar kommt die Berichterstattung gerade leider ein wenig zu kurz – angesichts unseres prall gefüllten Terminkalender hoffentlich verzeihlich! Vor dem fast ausschließlich erfolgreichen Abschneiden am letzten Wochenende muss aber erst einmal die durchwachsene Vorwoche aufgearbeitet werden:

Eigentlich fing der Monat ja gut an: Mit einem 3,5:2,5-Erfolg am vorletzten Samstag gegen die leicht favorisierten Karlsruher Schachfreunde hat sich unsere 1. Jugendmannschaft nun auf den zweiten Tabellenplatz in der BW-Jugendliga vorgeschoben und hält somit den Kurs in Richtung Deutsche Meisterschaft. Durch den Rückzug des SC Eppingen ist die Tabelle momentan noch etwas verzerrt, sodass man seriöse Rechenspiele wohl erst nach der nächsten Runde, in der wir aussetzen müssen, anstellen kann. Festhalten können wir jedoch, dass in der Schlussrunde gegen Schwäbisch Gmünd etwas Zählbares herausspringen sollte – und sei es nur, um sich für die Niederlage unserer Ersten in der Oberliga zu rächen!

Der Sonntag sorgte dann jedoch für Ernüchterung, da sowohl die 1. Mannschaft als auch die 3. Mannschaft zwar voller Tatendrang in den Außeneinsatz gingen, aber mit leeren Händen zurückkamen: Die Dritte hatte mit Bad Friedrichshall ebenfalls leicht favorisierte Gegner; zwei Siege von Michael und Sabine und drei Remisen von Jonas, Max und Uwe reichten nur zu einer 3,5:4,5-Niederlage.

Richtig übel traf es aber unsere Erste in Biberach (an der Riß, also keine 20 Minuten Fahrt in den Heilbronner Stadtteil, sondern 120 Minuten nach Oberschwaben): Ein Mannschaftsführer, der von 16 Spielern neun Absagen bekommt, ist wahrlich nicht zu beneiden. Eine dieser Absagen verwandelte sich kurzfristig zwar noch eine Zusage; noch kurzfristiger wurde Jürgen aber krank, sodass wir letztlich doch nur zu siebt antreten konnten. Und dann ging es abwärts: Nach einem frühen Remis von Thomas hagelte es drei Niederlagen, sodass unser Schicksal bereits vor der Zeitkontrolle besiegelt war. Niko wurde in der Eröffnung auspräpariert und verbrauchte viel Zeit, ohne jedoch einen Weg zu Vorteil zu finden – Remis. Wie wichtig auf diesem Niveau Eröffnungskenntnisse sind, bekam ich zu spüren: Nachdem ich zwei Varianten verwechselte, fand ich nie wirklich in die Partie und wurde einfach überspielt. Lediglich Julians Stellung war optisch ansprechend, doch sein Gegner schien immer genug Verteidigungsressourcen zu haben. Nach einem zeitnotbedingten Einsteller stand dann auch Julian auf Verlust, aber irgendwie kam sein Gegner vom rechten Pfad ab, sodass sich Julian nach langem Kampf noch ins Remis rettete.

Da Sontheim (an der Brenz, also wieder nicht der Heilbronner Stadtteil) gleichzeitig gegen Erdmannhausen gewann, trennen uns vom 1. Abstiegsplatz nur noch zwei Mannschaftspunkte – nächste Runde haben wir spielfrei; das nächste Heimspiel am 17. März gegen ebenjene Sontheimer wird dann voraussichtlich unser Schicksalsspiel werden.


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